Technische Keramik im Automobilbau:

Werkstoff der modernen Mobilität

In modernen Fahrzeugen steckt mehr Hochleistungskeramik, als die meisten vermuten: von Isolatoren in E-Fahrzeugen bis zu verschleißfesten Führungen in Pumpen und Ventilen. Keramik im Automobilbau vereint Eigenschaften, die kaum ein anderes Material zusammenbringt: geringes Gewicht, elektrische Isolation und Formstabilität bei großer Hitze. PCN Ceramic fertigt daraus maßhaltige Präzisionsteile mit Toleranzen bis ±0,01 mm, einbaufertig und auf kleine Stückzahlen spezialisiert. Benötigen Sie ein bestimmtes Bauteil? Dann fordern Sie direkt Ihr Angebot an.

Anforderungen im Fahrzeug: Hitze, Verschleiß, Hochspannung

Im Auto wirken Belastungen selten einzeln. Wärme, Reibung, Medien und elektrische Spannung treffen häufig an derselben Stelle zusammen. Ein Werkstoff muss deshalb mehrere Aufgaben gleichzeitig lösen:

  • Hohe Temperaturen im Motor- und Abgasbereich
    Keramik bleibt bis weit über 1.000 °C formstabil, auch bei schnellem Thermoschock.
  • Dauernde Reibung in Pumpen und Lagern
    Verschleiß- und korrosionsfeste Teile halten selbst aggressiven Medien stand.
  • Hochspannung in E-Antrieb und Bordnetz
    Keramische Isolatoren schützen Leistungselektronik und Sensorik zuverlässig.
  • Gewicht als Kostentreiber
    Geringe Dichte bei hoher Festigkeit spart Masse und schont die Reichweite.

Keramik-Werkstoffe für Automotive-Anwendungen bei PCN

Welcher Werkstoff diese Anforderungen am besten erfüllt, hängt vom Einsatzort ab. Für Bauteile aus Keramik im Automobilbau kommen bei PCN vier bewährte Werkstoffe infrage. Geht es um gut bearbeitbare, isolierende Teile, empfehlen sich Macor® oder SHAPAL™ Hi M Soft. Wo Härte und Verschleißfestigkeit zählen, überzeugt Aluminiumoxid, während Quarzglas bei minimaler Wärmeausdehnung punktet:

Werkstoff Max. Temperatur Durchschlag­festigkeit (kV/mm) Wärme­leitfähigkeit (W/mK) Verschleiß & Härte
Macor® bis ~800 °C 45 1,46 mittlere Härte, sehr gut spanbar
SHAPAL™ Hi M Soft bis ~1.000 °C 65 92 mittlere Härte, gut bearbeitbar
Aluminiumoxid (Al₂O₃) bis ~1.700 °C > 30 34,9 höchste Härte, extrem verschleißfest
Quarzglas bis ~1.100 °C 25–40 1,3–1,4 mittlere Härte, eher spröde

Technische Keramik in der Automobil­industrie

Wo genau kommt technische Keramik in der Automotive-Branche zum Einsatz? Fast überall im Fahrzeug – meist unsichtbar, aber an Stellen, die über Sicherheit und Lebensdauer entscheiden. Zu häufigen Anwendungsfeldern für Bauteile aus technischer Keramik in zentralen Fahrzeugbereichen zählen:

  • Antriebsstrang: Isolatoren und Durchführungen trennen spannungsführende Bauteile im Hochvolt-Antrieb sicher voneinander. Sie halten dabei hohen Temperaturen und ständiger Vibration stand.
  • Bordnetz: In Steckverbindern und der Bordelektronik isolieren keramische Bauteile zuverlässig. So bleiben die Verbindungen auch unter Last sicher getrennt.
  • Sensorik: Keramische Träger bleiben unter Vibration, Hitze und aggressiven Medien maßhaltig. Dadurch messen Sensoren und Steuergeräte über die gesamte Lebensdauer präzise.

  • Fluidtechnik: Ventilsitze, Dichtflächen und Führungsbuchsen sind ständiger Reibung ausgesetzt. Keramik trotzt Verschleiß und Korrosion und sichert die Funktion in Kraftstoff-, Kühl- und Hydrauliksystemen.
  • Fertigung: Vorrichtungs- und Justageteile bleiben formstabil und verschleißfest. Auf diese Weise laufen Montage und Handling über viele Zyklen zuverlässig.
  • Qualitätssicherung: Prüf- und Messvorrichtungen halten ihre Form exakt. So liefern sie präzise, reproduzierbare Messergebnisse.

Wo früher gehärteter Stahl unter Dauerreibung verschliss oder Kunststoff-Isolatoren bei Hitze und Hochspannung nachgaben, sorgt Keramik in der Automobilindustrie heute für langlebige Bauteile. Und der Bedarf an technischer Keramik für Automotive-Einsätze wächst weiter – vor allem durch die technische Weiterentwicklung der Elektromobilität.

E-Mobilität: Präzise Bauteile für Hochvolt-Systeme

Bei E-Fahrzeugen zählt vor allem eine sichere Isolation bei hoher Spannung. Mit 400- und 800-Volt-Architekturen steigen die Anforderungen an Durchschlagfestigkeit und Wärmeableitung. Gerade in der Elektromobilität finden sich daher Bauteile aus technischer Keramik für den Automobilbau:

Batterie & Hochvoltanschlüsse Leistungselektronik & Kühlung Schalten & Sicherheitstechnik
Isolierscheiben und Abstandshalter in Batteriepacks sowie Steckverbindern. Trägerplatten, Spacer und Wärmespreizer aus SHAPAL™ für Wechselrichter. Lichtbogenkammern und Kontaktträger für Hochvolt-Schütze und Schaltrelais.
20+ Jahre

Erfahrung in der Keramik-Verarbeitung.

300+ Prototypen

wurden für unsere Kunden hergestellt.

150+ Kunden

zufriedene Kunden weltweit.

PCN Ceramic: Präzision in kleinen Stückzahlen

Als Hersteller präziser Keramik-Bauteile ist PCN Ceramic auf die Fertigung kleiner Losgrößen ausgerichtet. Dazu gehören Muster, CNC-Prototypen & Kleinserien, wie sie in Entwicklung und Produktion ständig gebraucht werden. Genau darauf sind unsere Abläufe ausgelegt – schnell, flexibel und präzise.

Seit vielen Jahren liegt unser Fokus auf der Weißbearbeitung – der präzisen Bearbeitung bereits gesinterter Keramik. Wie anspruchsvoll die Fertigung ist und welche Verfahren zum Einsatz kommen, ist abhängig vom Werkstoff selbst und Ihrem Anwendungsfall. Je nach Geometrie kombinieren wir Drehen, Fräsen, Bohren, Sägen und Gewindeschneiden.

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Sie planen ein Bauteil aus technischer Keramik für den Automobilbau? Ob für Fahrzeuge oder verwandte Branchen wie den Anlagen- und Maschinenbau – wir fertigen Ihr Bauteil mit der gleichen Präzision. Schicken Sie uns am besten den bevorzugten Werkstoff, die geforderten Toleranzen und die gewünschte Stückzahl – und, falls bereits vorhanden, eine Zeichnung oder STEP-Datei. Wir prüfen die Machbarkeit und schicken Ihnen innerhalb von 24 Stunden ein passendes Angebot.